Kurz gesagt: Wenn du nur einen Mineralstoff für bessere Regeneration, ruhigeren Schlaf und belastbare Muskeln priorisieren möchtest, dann gehört Magnesium ganz nach oben auf die Liste.
Der Stoff wirkt tief in der Zelle, wo Energie entsteht, Muskeln arbeiten und Nerven funken. In diesem Artikel zeige ich dir, warum Magnesium ab 40 besonders wichtig ist, wie du deinen Bedarf einschätzt, welche Form zu deinem Ziel passt – und wie du mit einfachen „Profi-Tricks“ spürbar mehr aus Training, Alltag und Schlaf herausholst.
Inhaltsübersicht
Warum Magnesium für Menschen ab 40 so wichtig ist
- Co-Faktor für mehrere hundert Enzyme, die Energie gewinnen, Muskeln entspannen und DNA (Erbsubstanz) reparieren. Ohne ausreichend Magnesium läuft die Regeneration nach Training, Stress oder Krankheit schlicht langsamer.
- Mit zunehmendem Alter sinkt oft die aufgenommene Menge aus der Ernährung, während Medikamente, Stress und Darmprobleme den Bedarf erhöhen. Ergebnis: Ein stiller Mangel an Magnesium wird wahrscheinlicher.
- Fürs Herz-Kreislauf-System bedeutsam: Unterstützt einen normalen Blutdruck, stabilisiert den Herzrhythmus und hilft, Gefäßspannung zu regulieren.
- Beim Zuckerstoffwechsel spielt es eine Rolle in der Insulinsensitivität. Wer metabolisch fit bleiben will, sollte Magnesium nicht unterschätzen.
- Für Muskeln und Nerven: Der Mineralstoff ermöglicht das kontrollierte An- und Entspannen von Muskelfasern – ein Grund, warum viele Menschen nachts weniger Wadenkrämpfe haben, wenn sie ausreichend Magnesium zuführen.
- Schlaf und Stress: Durch seinen beruhigenden Einfluss auf den Schlaf und die Stressregulation – vermittelt über das GABA-System (GABA: hemmender Neurotransmitter im Gehirn) – kann es die nächtliche Erholung verbessern.
Typische Zeichen, dass du nachjustieren solltest
Nicht jedes Zucken ist ein Beweis. Aber folgende Hinweise deuten auf einen möglichen Mehrbedarf hin:
- Häufige nächtliche Wadenkrämpfe oder muskuläre Verspannungen
- Erschöpfung nach moderatem Training, ungewöhnlich lange Regenerationszeiten
- Ein- und Durchschlafprobleme, innere Unruhe
- Wiederkehrende Kopfschmerzen oder Migräneanfälligkeit
- Verstopfungstendenz
- Höherer Blutdruck ohne erkennbare Ursache
- Viel Kaffee, Alkohol, intensiver Stress oder bestimmte Medikamente (siehe unten)
Status prüfen: So misst du den Bedarf
- Serum-Magnesium ist leicht verfügbar, aber wenig aussagekräftig, weil der Körper das Blut lange stabil hält. Ein normaler Wert schließt einen zellulären Mangel nicht sicher aus.
- Besser: Erythrozytäres Magnesium (RBC-Magnesium: Messung des Magnesiums in roten Blutkörperchen) oder ionisiertes Magnesium – nicht überall verfügbar.
Wichtig: Solche Tests werden ausschließlich von einem Arzt durchgeführt und interpretiert. In der Regel müssen Patienten die Kosten für einen Magnesium-Test in Deutschland selbst tragen, da es sich oft um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) handelt. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in begründeten Ausnahmefällen, beispielsweise bei bestimmten, schwerwiegenden Erkrankungen der Nieren oder des Darms, bei denen ein Magnesiummangel eine konkrete medizinische Komplikation darstellt.
Praxis-Tipp: Wenn Anzeichen, Lebensstil und Ernährung auf einen Mangel hindeuten, kann ein behutsamer Selbsttest über 4–8 Wochen sinnvoll sein. Dokumentiere Schlaf, Krämpfe, Energie und Trainingsgefühl – objektiv, z. B. mit einem kurzen Wochenprotokoll.
Wie viel Magnesium brauchst du?
- Der tägliche Bedarf liegt für Erwachsene grob im Bereich von 300–400 mg elementarem Magnesium (über Nahrung plus Supplement, je nach Körpergröße, Geschlecht, Aktivität und individuellen Faktoren).
- Sport, starkes Schwitzen, Low-Carb-Phasen, hoher Koffeinkonsum oder Stress können den Bedarf erhöhen.
- Starte bei Supplementen konservativ (z. B. 100–200 mg elementare Zufuhr am Abend) und taste dich an deine persönliche „Wohlfühldosis“ heran.
Magnesium aus Lebensmitteln – solide Basis, aber oft nicht genug
Setze immer zuerst bei der Ernährung an:
- Grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold, Rucola)
- Nüsse und Samen (Mandeln, Cashews, Kürbis- und Hanfsamen)
- Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen, Bohnen)
- Vollkornprodukte und Pseudogetreide (Hafer, Quinoa)
- Kakao und dunkle Schokolade
- Mineralwässer mit hohem Magnesium-Gehalt
Trotz guter Auswahl erreichen viele Menschen die optimale Tagesmenge nicht – hier können zielgerichtete Präparate den Unterschied für Regeneration und Schlafqualität machen.
Welche Form passt zu dir?
Nicht alle Formen sind gleich. Entscheidend sind Verträglichkeit, Zielsetzung und die effektive Menge an „elementarem“ Magnesium pro Kapsel oder Portion. Hier ein Überblick.
Merke: Eine „bessere“ Bioverfügbarkeit heißt nicht automatisch, dass du davon mehr brauchst. Entscheidend ist, wie du eine Form verträgst und ob sie dein Ziel (Schlaf, Regeneration, Blutdruck) trifft.
Formen von Magnesium – Eigenschaften, Ziele, Elementaranteil
Magnesiumcitrat
- Eigenschaften: Gut verfügbar, leicht sauer, häufig in Getränkepulvern.
- Ziel: Muskelregeneration, Krämpfe, Verdauung (kann leicht abführend wirken).
- Elementar: ca. 13–16 %.
- [Hersteller SUNDAY NATURAL] – Magnesiumcitrat Kapseln hochdosiert – 365 Kapseln – Pro Tagesdosis 360 mg reines Magnesium*
- [Hersteller WeightWorld] – Magnesiumcitrat gepuffert – 240 vegane Kapseln – 444mg Elementares Magnesium pro Portion*
- [Hersteller natural elements] – Premium Magnesiumcitrat – 365 Kapseln – Hochdosiert: 2320mg (davon 360mg elementares Magnesium) pro Tagesdosis*
Magnesiumglycinat / -bisglycinat
- Eigenschaften: Sehr gut verträglich, eher beruhigend.
- Ziel: Schlaf, Stress, sensible Verdauung.
- Elementar: ca. 10–14 %.
- [Hersteller VitaBright] – Magnesium Glycinat 180 Kapseln | 300mg Elementares Mg | 1500mg Pro Dosis*
- [Hersteller natural elements] – Magnesiumbisglycinat – Premium: Chelatiertes Magnesium – 180 Kapseln – 300mg elementares Magnesium pro Tagesdosis*
- [Hersteller SUNDAY NATURAL] – Magnesium Bisglycinat – 240 Kapseln – 300mg reines Magnesium pro Tagesdosis*
Magnesiummalat
- Eigenschaften: Organische Form, oft gut für tagsüber, „Energiegefühl“.
- Ziel: Muskelstoffwechsel, Trainingserholung.
- Elementar: ca. 12–15 %.
- [Hersteller Vit4ever] – Magnesium Malat – 240 Tabletten mit 2000 mg Magnesiummalat pro Tagesportion (davon 300mg elementares Magnesium)*
- [Hersteller Amando Perez] – Magnesium Malat Tabletten 3000mg Hochdosiert – 180 Stück Magnesiummalat Vegan & Laborgeprüft (450mg Magnesium)*
Magnesiumtaurat
- Eigenschaften: Taurin-Komponente, oft gut verträglich.
- Ziel: Herz-Kreislauf, Blutdruck, Nervensystem.
- Elementar: ca. 8–10 %.
- [Hersteller Best Immune International] – Magnesiumtaurat 500mg – 100 Vegane Kapseln für 50 Tage, 88mg elementares Magnesium pro Tagesdosis*
- [Hersteller Vita World] – Magnesium Taurat Hochdosiert 300mg elementares MG pro Tag (120 vegane Kapseln für 60 Tage)*
- [Hersteller Hepatica] – Magnesium Taurate 2000mg pro Portion 120 Vegane Kapseln für 30 Tage – 160 mg elementares Magnesium pro Tag, Laborgeprüft*
Magnesiumthreonat
- Eigenschaften: Spezielle Form, wird häufig mit kognitiven Effekten beworben; Evidenz ist begrenzt.
- Ziel: Fokus/„Brain Effects“ (realistische Erwartung: dezent).
- Elementar: ca. 6–8 %.
- [Hersteller SUNDAY NATURAL] – Magnesium Threonate – Markenrohstoff Magtein® –120 Kapseln L-Threonat – 2.040mg Magnesium L-Threonate pro Tagesdosis (147 mg elementares MAgnesium)*
- [Hersteller Waka] – Magnesium L-Threonat | Kapseln 120 Stück | 2000 mg davon 150 mg elementares Magnesium pro Portion*
- [Hersteller ProFuel] – Magnesium Threonate Kapseln 120x – optimal hochdosiert mit 2000 mg Magtein® Magnesium-L-Threonat pro Tag (144mg elementares Magnesium)*
Magnesiumoxid
- Eigenschaften: Hoher Elementaranteil, aber deutlich geringere Bioverfügbarkeit; eher für kurzfristig abführende Wirkung.
- Ziel: Verstopfung; nicht erste Wahl für Regeneration.
- Elementar: ca. 55–60 %.
Magnesiumchlorid – als Badezusätze
- Eigenschaften: Flüssig oder als Kristalle; gut löslich.
- Ziel: Vielseitig, teils in „Ölen“ und Bädern genutzt, für Supplementierung eher ungeeignet.
- Elementar: ca. 11–12 %.
Magnesiumsulfat (Bittersalz) – als Badezusätze
- Eigenschaften: Bad/Float-Tank; orale Anwendung wirkt stark abführend.
- Ziel: Entspannungsbad; für Supplementierung eher ungeeignet.
Schnell-Check: Die richtige Verbindung
Du willst ruhiger schlafen und entspannter runterfahren?
Nimm abends Magnesiumglycinat (oder -bisglycinat), alternativ Magnesiumtaurat.
Du willst post-Workout-Regeneration und weniger Muskelkater?
Greife zu Magnesiumcitrat oder Magnesiummalat; Glycinat abends ergänzt gut.
Du hast sensible Verdauung?
Starte mit Magnesiumglycinat; meide hohe Dosen Citrat oder Oxid.
Du neigst zu Verstopfung?
Niedrige bis moderate Dosen Magnesiumcitrat können helfen.
Du fokussierst Herz-Kreislauf und Blutdruck?
Magnesiumtaurat ist eine Option; mit Arzt abstimmen, wenn du Medikamente nimmst.
Du hoffst auf kognitive Effekte?
Magnesiumthreonat testen – erwarte subtile Effekte und prüfe Kosten/Nutzen.
Dosierung, Timing und Profi-Tricks
- Langsam steigern: Beginne mit 100–200 mg elementarem Magnesium täglich. Erhöhe jede Woche um 50–100 mg, bis du Wirkung spürst oder die Verdauung reagiert (dann etwas zurück).
- Timing nach Ziel:
Schlaf/Stress: Magnesium am Abend, 1–2 Stunden vor dem Zubettgehen.
Regeneration/Training: Magnesium rund um die größte Mahlzeit nach dem Training oder aufgeteilt morgens/abends. - Aufteilen lohnt sich: Viele vertragen 2–3 kleinere Gaben Magnesium besser als eine große. Beispiel: 100 mg morgens, 100 mg abends.
- Mit dem Essen: Organische Formen (Glycinat, Citrat, Malat, Taurat) sind mit einer Mahlzeit meist gut verträglich.
- Elektrolyt-Balance: Magnesium wirkt im Team mit Natrium, Kalium und Calcium. Achte auf genügend Flüssigkeit und eine salzbewusste, aber nicht salzarme Ernährung, vor allem bei viel Schweißverlust.
- Vitamin D & Co.: Ausreichendes Vitamin D unterstützt die Nutzung von Magnesium. Umgekehrt benötigt der Vitamin-D-Stoffwechsel Magnesium – bei hohen D-Dosen kann vorübergehend der Bedarf an Magnesium steigen.
- „Bowel Tolerance“-Prinzip (das Prinzip der individuellen Verträglichkeit) : Sobald weicher Stuhl auftritt, reduziere die Dosis oder wechsle die Form. Magnesiumglycinat ist die „freundlichste“ Variante.
- Zyklisch denken: Nach 8–12 Wochen lohnt eine kurze Pause oder das Herunterfahren auf eine Erhaltungsdosis, wenn die Ziele erreicht sind.
Sicherheit, Wechselwirkungen und wann du lieber ärztlich abklärst
- Nierengesundheit: Bei eingeschränkter Nierenfunktion niemals eigenständig hoch dosiertes Magnesium einnehmen – Gefahr einer Überdosierung.
- Medikamente: Die Aufnahme einiger Arzneien kann gestört werden (z. B. Schilddrüsenhormone, bestimmte Antibiotika, Bisphosphonate). Abstand von 2–4 Stunden ist sinnvoll. Sprich mit deiner Ärztin/deinem Arzt.
- PPI (Protonenpumpenhemmer) & Diuretika: Säureblocker und manche Entwässerungsmedikamente beeinflussen den Magnesium-Status. Lass vom Arzt regelmäßig checken, ob die Einnahme von Supplementen sinnvoll ist.
- Anzeichen einer Überdosierung sind selten bei gesunden Nieren, aber möglich: Übelkeit, weicher Stuhl, Müdigkeit, niedriger Blutdruck. Sofort Dosis reduzieren und ärztlich abklären, wenn Symptome bestehen.
- Offizielle Obergrenzen für Magnesium aus Supplementen sind konservativ festgelegt, primär um Durchfall zu vermeiden. In der Praxis liegen viele Produkte darüber. Daher Dosis nur sehr langsam steigern und auf die Verträglichkeit achten.
Einkaufstipps: So findest du gutes Magnesium (und sparst Geld)
- Prüfe den Anteil an „elementarem Magnesium“ pro Portion – nicht nur die Gesamtmenge des Salzes.
- Bevorzuge klare Formulierungen: „Magnesiumbisglycinat“ statt vager Mischungen.
- Achte auf Zusatzstoffe: Möglichst wenige Füllstoffe, künstliche Süßstoffe nur, wenn du sie verträgst.
- Pulver vs. Kapseln: Pulver von Magnesiumcitrat lässt sich gut dosieren, Kapseln mit Magnesiumglycinat sind oft besonders gut verträglich.
- Preis-Leistungs-Sicht: Vergleiche Kosten pro 100 mg elementarem Magnesium – nicht pro Kapsel.
- Qualitätssiegel und transparente Herstellerangaben sind Pluspunkte.
Magnesium und Sport: Regeneration ab 40 smarter gestalten
- Warm-up & Cool-down: Magnesium ersetzt keine gute Trainingsstruktur. Aber wer regelmäßig Magnesium nutzt, berichtet oft von geschmeidigerer Muskulatur und kürzerer Erholungszeit.
- Ausdauer: Wer viel schwitzt, verliert nicht nur Salz, sondern auch Magnesium. Ein kleiner Magnesium-„Top-up“ am Abend kann Muskelzucken und nächtliche Unruhe reduzieren.
- Krafttraining: Magnesium unterstützt die Entspannung nach dem Muskelanspannungsteil – spürbar bei hoher Trainingsdichte. Besonders beliebt: morgens Malat oder Citrat, abends Glycinat.
- Schlaf ist das „anabole Superfood“: Wenn Magnesium deinen Schlaf um nur 20–30 Minuten verbessert, summiert sich das über Wochen zu spürbarem Leistungsgewinn.
Mythen-Check
„Transdermales Magnesium wirkt genauso gut wie oral.“
Die Evidenz ist gemischt. Ein warmes Epsom-Salzbad entspannt, aber wie viel Magnesium wirklich über die Haut in den Körper gelangt, ist unklar. Nutze es für Wohlbefinden, nicht als Hauptquelle.
„Magnesium löst alle Krämpfe.“
Krämpfe haben viele Ursachen (Elektrolyte, Ermüdung, Nervenreizbarkeit). Magnesium hilft oft, aber nicht immer. Testen, dokumentieren, ggf. Trainings- und Trinkstrategie anpassen.
„Magnesiumoxid ist am besten, weil es so viel enthält.“
Hoher Elementaranteil heißt nicht automatisch hohe Aufnahme. Organische Salze von Magnesium sind meist besser verträglich und wirksamer für Regeneration.
Drei Beispiel-Protokolle mit Magnesium
Büroathlet, 47, viel Stress, leichter Blutdruckanstieg, wenig Bewegung:
- Ziele: Ruhigerer Schlaf, weniger innere Unruhe, sanfter Blutdruckeffekt.
- Plan: 200 mg Magnesiumglycinat zum Abendessen, nach 7 Tagen auf 300 mg erhöhen. Nach 4 Wochen prüfen: Schlafqualität, Ruhepuls, Blutdrucktagebuch.
- Option: Austausch von 100 mg abends gegen 100 mg Magnesiumtaurat, wenn Blutdruck das Hauptthema ist.
Läuferin, 52, 3 Einheiten/Woche, nächtliche Wadenkrämpfe:
- Ziele: Krampfkontrolle, Regeneration.
- Plan: 100 mg Magnesiumcitrat 60 Minuten nach Lauf + 200 mg Magnesiumglycinat abends. Bei anhaltenden Krämpfen Kalium- und Salzaufnahme prüfen, Trainingsintensität staffeln.
Kraftsportler, 48, Plateau bei der Erholung:
- Ziele: Besserer Schlaf, weniger Muskelsteifheit.
- Plan: 150 mg Magnesiummalat mit der größten Mahlzeit nach dem Training, 150–200 mg Magnesiumglycinat vor dem Schlafen. Nach 2 Wochen subjektives Energielevel und DOMS (verzögert einsetzender Muskelkater) tracken.
So kombinierst du Magnesium mit anderen Nährstoffen
- Vitamin D: Harmoniert mit Magnesium; viele berichten von besserer Verträglichkeit höherer D-Dosen, wenn Magnesium stimmt.
- Vitamin B2 (Riboflavin) & CoQ10 (Coenzym Q10): Bei Migräneneigung sinnvoll – in Absprache mit Fachpersonal.
- Omega-3: Ergänzt entzündungshemmende Strategien; Magnesium kümmert sich mehr um Nerven- und Muskelrelaxation.
- Zink: Mit Abstand einnehmen, wenn hohe Einzelgaben beider Nährstoffe verwendet werden, um mögliche Konkurrenz bei der Aufnahme zu reduzieren.
7-Tage-Plan für den Einstieg
- Tag 1–3: 100 mg Magnesiumglycinat 60–90 Minuten vor dem Schlafen. Schlafjournal führen.
- Tag 4–7: Steigere auf 200 mg abends. Wenn du trainierst, füge 100 mg Magnesiumcitrat post-Workout hinzu.
- Ab Woche 2: Je nach Ziel 50–100 mg erhöhen oder bei weichem Stuhl um 50–100 mg reduzieren. Bei stabiler Verdauung kannst du morgens 100 mg ergänzen, abends 200 mg beibehalten.
- Woche 4: Zwischenfazit ziehen: Schlafdauer/-qualität, Krämpfe, Erholungsgefühl, Blutdruck (falls relevant). Anpassungen vornehmen, Form wechseln, wenn nötig.
FAQ (häufige Fragen)
Kann ich Magnesium dauerhaft nehmen?
Ja, in moderater Dosierung und bei gesunden Nieren ist Magnesium langfristig gut verträglich. Pausen oder „Erhaltungsdosen“ sind sinnvoll, sobald du dein Ziel erreicht hast.
Wann merke ich etwas?
Schlafverbesserungen zeigen sich oft innerhalb von 3–7 Tagen, krampfbezogene Effekte oft innerhalb von 1–2 Wochen. Manche Effekte sind subtil – deshalb protokollieren!
Welche Blutwerte sind sinnvoll?
Wenn verfügbar, RBC-Magnesium (Magnesium in roten Blutkörperchen) oder ionisiertes Magnesium. Ansonsten zählt das Gesamtbild aus Symptomen, Ernährung und Effekt einer strukturierten Probephase.
Darf ich mit Medikamenten kombinieren?
Ja, aber mit zeitlichem Abstand. Kläre Wechselwirkungen (Schilddrüsenhormone, Antibiotika, Osteoporosemittel) mit deiner Ärztin/deinem Arzt.
Magnesium und Durchfall – was tun?
Dosis senken, Tagesmenge aufteilen, Form wechseln (Glycinat ist meist am kompatibelsten). Ausreichend trinken.
Checkliste: In 60 Sekunden zur richtigen Entscheidung
- Ziel definieren: Schlaf/Stress, Regeneration, Verdauung, Herz-Kreislauf, Gehirn.
- Form wählen: Glycinat (Schlaf/Stress), Citrat/Malat (Regeneration), Taurat (Herz), Threonat (Gehirn, mit realistischer Erwartung), Oxid (nur bei Verstopfung als Kurzzeitlösung).
- Dosis planen: Start mit 100–200 mg elementarem Magnesium, dann wöchentlich feinjustieren.
- Timing: Abends für Schlaf, nach dem Training für Regeneration, gesplittet für Verträglichkeit.
- Nach 4 Wochen Bilanz ziehen und anpassen.
Fazit: Ein einfacher Hebel für bessere Regeneration
Ab 40 zählt jede Stunde erholsamer Schlaf und jede Trainingseinheit, die du gut wegsteckst. Magnesium ist hier einer der wirkungsvollsten, gut verträglichen und preislich fairen Hebel – vorausgesetzt, du wählst die passende Form und eine clevere Dosierung. Mit Glycinat für den Abend, Citrat oder Malat rund ums Training und einem wachen Blick auf Verträglichkeit deckst du die meisten Ziele ab: ruhigere Nächte, lockere Muskulatur und ein stabileres Nervensystem.
Wenn du jetzt starten willst: Prüfe deinen Tagesplan, wähle eine Form von Magnesium passend zu deinem Ziel, beginne konservativ und protokolliere. Dein Körper wird es dir mit besserer Regeneration, mehr Gelassenheit und einer spürbar höheren Lebensqualität zurückzahlen.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel informiert und ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn du Vorerkrankungen (vor allem Niere/Herz) hast, schwanger bist, regelmäßig Medikamente einnimmst oder unsicher bist, kläre die Einnahme von Magnesium bitte mit medizinischem Fachpersonal ab.
Weiterführende Informationen und Studien
- NIH Office of Dietary Supplements: Magnesium – Health Professional Fact Sheet
– Umfassender Überblick zu Funktionen, Referenzwerten, Interaktionen und Sicherheit.
- EFSA: Dietary Reference Values for magnesium (2015) – Europäische Referenzwerte und methodische Herleitung für Zufuhr-Empfehlungen.
- Hypertension (2016): Meta-Analyse zu Magnesium und Blutdruck – Auswertung randomisierter Studien mit kleiner, aber signifikanter Blutdrucksenkung.
- American Journal of Clinical Nutrition (2017): Blutdruck bei Insulinresistenz/Prädiabetes
– Meta-Analyse zeigt vorteilhafte Effekte auf systolische und diastolische Werte in Risikogruppen.
- Pharmacological Research (2016): Insulinsensitivität und Glukosekontrolle
– Systematisches Review/Meta-Analyse; längere Einnahme verbessert HOMA-IR und Nüchternglukose.
- European Journal of Clinical Nutrition (2016): Glukosestoffwechsel bei (Risiko auf) Diabetes – Doppelblind-RCTs ausgewertet; Hinweise auf Nutzen bei Glukoseparametern.
- Cochrane Review (2020): Magnesium gegen Muskelkrämpfe – Für ältere Erwachsene insgesamt kein klarer Nutzen; für Schwangerschaft uneinheitliche Datenlage.
- Journal of Research in Medical Sciences (2012): RCT bei Insomnie im Alter – Placebo-kontrollierte Studie mit Verbesserungen subjektiver Schlafparameter.
- BMC Complementary Medicine (2021): Systematisches Review zu Schlaf/Insomnie – Evidenz bei älteren Erwachsenen insgesamt begrenzt; weitere hochwertige RCTs erforderlich.
- Magnesium Research (1990): Bioverfügbarkeit – Citrat vs. Oxid – Höhere Löslichkeit und Aufnahme für Citrat im Vergleich zu Oxid.
- Magnesium Research (2001): Bioverfügbarkeit kommerzieller Präparate – Oxid mit niedriger Aufnahme; Chlorid, Laktat und Aspartat schneiden besser ab.
- Nutrients (2017): Myth or Reality—Transdermal Magnesium? – Review kommt zum Schluss, dass robuste Belege für transdermale Anwendung fehlen.
- Journal of Strength & Conditioning Research (2024/2025): Topisches Magnesium-Gel nach Sport – Randomisierte Studie fand keinen Vorteil für Erholung oder Muskelkater.
- FDA Drug Safety Communication: PPIs und Hypomagnesiämie – Sicherheitshinweis zu langfristiger PPI-Anwendung und Monitoring-Empfehlungen.
- MedlinePlus: Magnesium in der Ernährung – Patientenfreundliche Übersicht zu Funktionen, Quellen, Bedarf und Risiken.
- American Migraine Foundation: Magnesium und Migräne – Hintergrund, Dosierungen und Einsatz in der Prophylaxe aus Patientensicht.
- Mayo Clinic: Magnesium supplement (oral) – Neutrale Arznei-/Nahrungsergänzungs-Infos zu Dosierung, Nebenwirkungen und Interaktionen.
- Cleveland Clinic: Hypomagnesemia – Ursachen, Symptome, Diagnostik und Behandlung von Magnesiummangel.
- ARUP Consult: Trace Elements – Magnesium – Labormedizinischer Überblick; Hinweis, dass kein einzelner Test (z. B. Serum/RBC) den Status zuverlässig abbildet.
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